Zielgruppen und Begünstigte

Zur Verbesserung der Bildungs- und Berufsberatung implementiert SymfoS einen systemischen Ansatz, der sich auf vier unterschiedliche Zielgruppen konzentriert:


1. Junge Menschen (15-25 Jahre) mit Problemen in der Schule oder auf dem Arbeitsmarkt (gering Qualifizierte, Arbeitsuchende, Drop-outs, NEETS). Zur Förderung der Inklusion ist diese Definition bewusst breit gefasst, sie wird aber entsprechend den regionalen Bedürfnissen adaptiert. Ziele sind eine wirksame Förderung von Motivation und Zielfindung, die Entdeckung „verborgener“ Ressourcen, die Erhöhung der Selbstverantwortung und die Stärkung des sozialen Netzes durch die Umsetzung eines Peer-Buddy-Systems. Die Verwendung von Symbolen anstelle von textlastigen Formularen soll die aktive Teilnahme zur individuellen Problemlösung stärken.

2. Berufsberater*innen in der Erwachsenenbildung, NGOs, Jugendzentren und Schulen: Aufgrund unterschiedlicher Ausbildungsstandards fehlen oft methodische Kenntnisse und Instrumente für den Umgang mit benachteiligten Jugendlichen. SymfoS fokussiert auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele junger Menschen und stärkt das Selbsthilfepotenzial von Klienten und Peergruppen. Dies führt zu einer verbesserten Qualität und höheren Erfolgsquoten in den Beratungsprozessen.

3. Entscheidungsträger*innen in der Erwachsenenbildung, NGOs, Jugendzentren und Schulen: Die Leitungsebene der Organisationen wird von Beginn an in die Umsetzungsentscheidung einbezogen. Bildungs- und Berufsberater*innen benötigen einen geeigneten Rahmen (Auftrag, Ressourcen, Qualitätssicherung, Rückhalt durch die Leitung). Für eine effiziente Arbeit ist eine begleitende Organisationsentwicklung essentiell. SymfoS wird einen intensiven Dialog mit der Leitungsebene schaffen und ihnen Checklisten zur Implementierung sowie mögliche Geschäftsmodelle zur Verfügung stellen.

4. Bildungspolitische Entscheidungsträger*innen, die für die Anerkennung von Fähigkeiten und Qualifikationen zuständig sind, werden auf zwei verschiedenen Ebenen involviert: für die Akkreditierung bzw. Zertifizierung des Train-the-Trainer-Curricula und für die Anerkennung von Lernergebnissen für junge Menschen. Da es derzeit viele Initiativen in den Partnerländern gibt (wie z.B. die „Ausbildungsgarantie“ in Österreich, die „Jugendgarantie“ in Irland, das „Arbeitssicherungsgesetz“ in Italien, die „Strategie für Entrepreneurship und Jugendbeschäftigung“ in Spanien), sehen wir die Notwendigkeit für die individuelle Unterstützung benachteiligter Jugendlicher. Diese allgemeinen Strategien eignen sich meist nicht für benachteiligte Jugendlichen, die vielfältigen Barrieren zur Erwerbsbeteiligung gegenüber stehen und mehr individuelle Unterstützung benötigen.